Hameln – Rom

Anreise:

Mit dem ICE ging es von Augsburg nach Hannover und dort mit der S5 weiter nach Hameln. Am Bahnhof in Hannover traf ich einen Kurier mit identischem Koffer, der auch nach Hameln unterwegs war. Nach ein paar Sätzen stellte sich jedoch heraus, dass dieser von Time Matters aus Frankfurt kam und auch in der Weserklinik abholen sollte.

In Hameln bekam ich im Hotel zur Post dieses Mal ein Raucherzimmer, was mir am Anfang gar nicht so auffiel, doch als ich mich dann schlafen legte, roch die Bettwäsche doch sehr unangenehm. Beim nächsten Mal werde ich dort nach einem Nichtraucherzimmer fragen. Dafür funktioniert in Zimmer 11 das WLAN ausgezeichnet (man hat ja in Hameln nicht in allen Zimmern Empfang) und das Kennwort ist immer noch RATTENBRUNNEN (komplett in Großbuchstaben). ;O)

Abholung CC:

Da ich dieses Mal Knochenmark (gekühlt) abholen sollte, war die Abholung für 8:30 Uhr vorgesehen und ich konnte noch in Ruhe frühstücken.

Zu Fuß ging es dann in 15 Minuten zur Weserklinik und dort erhielt ich nach kurzer Wartezeit das Produkt und alle Dokumente und Kopien ausgehändigt.

Da ich ausreichend Zeit bis zum Abflug um 13 Uhr hatte, war kein Fahrdienst nötig und ich begab mich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen in Hannover. Aufgrund der Ferien fuhr der Bus direkt an der Weserbrücke nur in sehr großen Abständen und so lief ich bis zur Haltestelle Kastanienwall, wo alle paar Minuten ein Bus zum Bahnhof Hameln fuhr. Dort in die S5, die in etwas über 1 Std. direkt zum Flughafen durch fährt.

Flug HAJ – MUC:

Check In und Flug nach MUC verliefen ohne Probleme und völlig unspektakulär. Ich bekam für beide Flüge den Platz 5C und Preboarding war ebenfalls möglich. Die Crew war sehr freundlich und half mir sogar noch, den Koffer im Overhead Bin über meinem Sitz zu verstauen.

Wie auch der Anschlussflug nach Rom, war dieser Flug bis auf den letzten Platz ausgebucht, was zu einem leicht verzögerten Start führte. Die Flugzeit war jedoch großzügig bemessen, so dass wir dennoch pünktlich landeten. Kurz nach dem Touchdown begrüßte uns die Purserin mit: „Willkommen in Budapest!“, was zur allgemeinen Erheiterung der Passagiere beitrug.

MUC – FCO:

Auch bei diesem, völlig ausgebuchten Flug, konnte ich als Erste die Maschine betreten und mein Gepäck sicher verstauen. Etwas verspätet landeten wir in Rom und ich begab mich gleich zum Taxistand.

Während ich noch damit beschäftigt war, herauszufinden, ob es sich bei den Fahrzeugen auch um die offiziellen Taxen handelte, drängelten sich munter italienische Ehepaare in der Schlange vor. Vordrängeln scheint hier sowieso sehr angesagt zu sein, was ich auch beim Boarden auf dem Rückflug feststellen konnte. ;O)

Ich erwischte schließlich ein offizielles Taxi, was mich für eine Flatrate von 40 EUR zur Klinik fuhr. Der Fahrer hatte einen dermaßen wilden Fahrstil drauf, dass mir beim Aussteigen richtig schlecht war. Die Fahrt durch den Feierabendverkehr Roms dauerte fast 40 Minuten. Hier könnte man eventuell darüber nachdenken, den Zug bis Trastevere zu nehmen (25 min. für 8 EUR) und dann in 10-15 min. zu Fuß zur Klinik zu laufen.

Abgabe TC:

Der Taxifahrer setzte mich vor dem Haupteingang des Ospedale San Camillo ab. Leider war die dortige Information nur bis 17 Uhr besetzt und es war bereits etwas später.

Zum Glück hatte ich mir die Wegbeschreibung aus dem Forum ausgedruckt, die wirklich sehr gut war, und so fand ich den doch recht komplizierten Weg durch das Krankenhausgelände zum Labor ohne Probleme.

Die Abgabe erfolgte sehr freundlich und mit wenig Englisch. Es wurden mir sogar noch Wegbeschreibungen zum Hotel ausgedruckt und der Weg dorthin erklärt. Obwohl mir die Mitarbeiterin sagte, dass das Fax nach Deutschland durchgegangen sei, gab es keinen Sendebericht. Sicherheitshalber schickte ich dann noch ein SMS, was sich als gute Idee herausstellte, denn in München war in der Tat kein Fax angekommen.

Hotel Villa Rosa:

Das Hotel ist in ca. 10 Minuten zu Fuß zu erreichen. Einfach aus dem Hautpeingang raus, die große Hauptstraße überqueren und dann rechts den Berg hinunterlaufen. Irgendwann gehen auf der linken Seite Treppen nach oben. Am Ende der Treppen befindet sich die Villa Rosa.

Das Zimmer dort war winzig (es passte gerade so das Bett hinein), sehr laut und durch das Fenster zog es gewaltig. Doch die tolle Lage und das sehr freundliche Personal entschädigten für alles. Auch das Frühstück war für italienische Verhältnisse sehr üppig. Es gab verschiedene Brotsorten, Marmelade, Nutella, Wurst und Käse, Joghurts, sehr viele Kuchen und süße Teilchen, Obst und verschiedene Cornflakes-Sorten. Dazu Kaffee, Cappuccino, Latte Macchiato und Tee aus dem Automaten und verschiedenen Obstsäfte ebenfalls aus dem Automaten.

Am letzten Tag gönnte ich mir noch ein paar Stunden WLAN, das laut Hotelhomepage für einen kleinen Obulus zu haben wäre. Der kleine Obulus waren dann 5 EUR für 2 Stunden oder 10 EUR für 5 Stunden.

Rom:

Rom ist eine wunderschöne Stadt! Ich war das erste Mal dort und war völlig begeistert.

Vom Bahnhof Trastevere, der in 5 Minuten zu Fuß erreichbar ist (einfach die Hauptstraße weiter nach unten gehen) kommt man schnell überall hin. Für nur 4 EUR gibt es eine Tageskarte, mit der man sämtliche öffentliche Verkehrsmittel in Rom nutzen kann.

Ich bin an meinem Verlängerungstag zuerst mal zum Vatikan gefahren. Dazu einfach nur eine Station mit dem Zug bis St. Pietro und schon ist man nach einem kurzen Fußmarsch am Petersplatz.

Danach bin ich mit der Bahn + Metro zurück bis zum Collosseum und hab von dort alle anderen wichtigen Sehenswürdigkeiten zu Fuß abgelaufen. Leider war die Stadt dermaßen voll von Touristen, dass ich es stellenweise aufgegeben habe, mich an die Schlange an der Kasse anzustellen, um in irgendwelche kostenpflichtigen Sehenswürdigkeiten hineinzukommen. Auch am Trevi-Brunnen oder vor dem Pantheon herrschte ein reger Andrang.

Trotzdem findet man auch überall kleine urige Gässchen, schöne Aussichten in Hinterhöfe und wunderschöne Häuserfassaden und Balkone ein wenig abseits der Touristenpfade. Sehr günstig essen kann man in den kleinen Pizzabuden, die man an jeder Ecke findet. Ich bin zufällig in eine winzige Bude hineingeraten, wo Handwerker und Büroangestellte aus der Gegend ihre Mittagspause verbrachten und hab dort an einem kleinen Stehtisch ein großes Stück Pizza für 2,60 EUR und ein Wasser für 0,70 EUR verzehrt. Und es hat wirklich sehr gut geschmeckt!

Rückreise:

Am nächsten Tag fuhr ich mit dem Zug von Trastevere in 25 Min. zum Flughafen FCO.

Dort herrschte ziemliches Chaos. Das Gate wurde mehrfach gewechselt, keiner wusste so richtig Bescheid, wo wir denn jetzt hin mussten und die Mitarbeiterinnen am Gate haben alle Reisenden mit Fragen einfach wortlos ignoriert.

Als wir dann endlich das richtige Gate hatten ging ein großes Gedrängel und Geschiebe los und alle standen schon 20 Min. vor Boarding Time in Massen vor der Absperrung. Da auch dieser Flug bis auf den letzten Platz ausgebucht war und ich meinen Koffer gerne über mir im Bin unterbringen wollte, stellte ich mich wohl oder übel mit an. Dann hatte der Flug auch noch 30 Min. Verspätung und wir standen umso länger vor dem Gate herum. Aber ich bin dann als einer der ersten hineingekommen und konnte mein Gepäck schön unterbringen und nach etwas über einer Stunde waren wir dann auch schon in München.

Rom war wunderschön! – Aber für eventuelle zukünftige Italien-Aufträge werde ich demnächst mal Italienisch lernen. ;O)

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