Kinderklinik Gaslini, Genua
Lasst euch vom Taxifahrer nicht am Haupteingang der Klinik, sondern an der Notaufnahme („Emergenza“), die sich rechts von der Hauptpforte noch ein gutes Stück den Berg hoch befindet, absetzen! Dort den Aufzug (rechts um die Ecke neben dem gläsernen Empfangskabäuschen der Notaufnahme) nehmen und in den 4. Stock hochfahren: An der Tür gleich gegenüber des Liftes mit der Aufschrift „Trapianto Midollo osseo“ (oder so ähnlich), was soviel wie Knochenmarktransplantation bedeutet, seid ihr richtig!
Die Übergabe erfolgte in meinem Fall an den in den Unterlagen genannten Arzt höchstpersönlich. Sehr freundlich und nett, auch Faxen incl. Transmissionreport klappte sofort.
Zurück zum Hotel (in meinem Fall das „Helvetia“ an der Piazza Nunziata), das ca. 8 km entfernt am anderen Ende der Stadt liegt, ist der Weg mit ÖPNV zeitraubend (Umsteigeverbindung über den Bahnhof Brignole). Noch dazu gibt es weit und breit kein „Tabacchi“, wo man das dafür notwendige Busticket kaufen könnte. 😕
Um Zeit zu sparen und den Rest des Tages möglichst stressfrei zu gestalten, habe ich mir deshalb auf eigene Kosten ein Taxi zum Hotel gegönnt (17 Euro).
Das Hotel Helvetia ist wegen seiner Lage am Rande der historischen Altstadt und der Hafennähe ideal gelegen für erste touristische Erkundungen. Jahrhundertelang eine der reichsten Handelsstädte der Welt, verfügt Genua über große historische Bedeutung, was Wirtschaft, Kunst und Kultur angeht. Seit 2006 ist es Weltkulturerbe der UNESCO.
Eine Verlängerung lohnt sich also auf jeden Fall, bzw. reicht auch der „normale“ Aufenthalt, bei dem man am nächsten Abend zurückgebucht wird, aus, um sich einen Überblick zu verschaffen.
In Genua ist die von der Ausdehnung her größte mittelalterliche Altstadt Europas erhalten. Prachtvolle Renaissance-Palazzi, verbunden durch idyllische Piazze, wechseln sich mit engen Gässchen ab. An jeder Ecke kann man entspannt seinen Capuccino schlürfen und das typisch italienische Treiben in den Gassen mit den vielen kleinen Geschäften beobachten. Am Hafen kann man mit dem „Bigo“, einer Art gläsernem Lift, hochfahren und das 360°-Panorama der Stadt, die sich wie ein natürliches Amphitheater vom Meer aus an die ligurischen Berge schmiegt, bewundern.
Zurück zum Flughafen geht es dann mit dem „Volabus“ (6 Euro), der von den Bahnhöfen Brignole und Principe abfährt. Ab Bahnhof Principe (vom Hotel Helvetia aus in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar) dauert die Fahrt eine knappe halbe Stunde.
Viel Spaß in Genua!
Sabine
