La Jolla – Marseille
Der letzte große Transport für mich im Jahr 2020 mit viel Zeit und tollen Erfahrungen. Routing: München (MUC) – Washington (IAD) – San Diego (SAN) – Newark (EWR) –New York (JFK) – Frankfurt (FRA) –Lyon (LYS) –Zug nach Marseille – Marseille (MRS) – Paris (CDG) –München (MUC) Anreise: Die Anreise erfolgte vom Flughafen in München. Der Check in bei United Airlines war sehr schnell erledigt, ich wurde schon erwartet und namentlich begrüßt. Da wurde die Fluganmeldung wohl gründlich gelesen. Nach Ankunft in Washington ging es zuerst einmal zur Immigration die auch ziemlich schnell gemacht war. Die Zolldeklaration, im Flieger ausgefüllt, hat niemand interessiert. Also ging es gleich weiter zur nächsten Sicherheitskontrolle für den Weiterflug. Auch hier gab es kaum Verzögerung da anscheinend nicht viele Passagiere einen Weiterflug hatten. In Corona Zeiten ist das alles viel entspannter; trotzdem brauchte ich 1:20 bis ich am neuen Abfluggate war. Nach Ankunft in San Diego um 20:30 wusste ich das der Song von Albert Hamond „It never rains in California“ schon damals anscheinend fakenews waren, es regnete in Strömen. Also mit Uber ins Residence Inn nach La Jolla. Fahrpreis ca. 25 US$, Dauer mit Warten ca. 45 Minuten. Da das Restaurant zu war, habe ich mir im nahe gelegenen Einkaufszentrum noch etwas zu Essen geholt und bin wieder auf das Zimmer. Alle Restaurants sind zurzeit nur für To Go geöffnet. Produktübernahme: Die Produktübernahme hatte ich im Scripps Green Hospital, ein wenig nördlicher vom Hotel. Der Anruf im Hospital wegen der Terminvereinbarung gab Hoffnung auf eine eher Verfrühte Übernahme. Also wollte ich zeitig vor Ort sein und bin mit dem Bus der Linie 101 bis vor das Krankenhaus gefahren, Zeitansatz 15Minuten. Dort hatte ich dann trotzdem noch 1:30 Wartezeit bis die Papiere fertig waren. Als es dann soweit war wurde die Übergabe sehr professionell nach amerikanischem Muster (Handbuch) durchgeführt. Alles war vollständig. Weiterreise: Nach erfolgreicher Übernahme ging es dann zurück Richtung San Diego Flughafen. Auch hier konnte ich die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen da ich sehr gut in der Zeit war. Zuerst wieder mit dem Bus 101, dann Umstieg in den Bus 150 bis zu San Diego Old Town Transit Station, Wechsel in die Green Line und Weiterfahrt zur Santa Fe Station in San Diego. Von dort nahm ich dann den Bus der Linie 992 zum Terminal 2. Für die ganze Strecke habe ich noch nicht mal 45 Minuten gebraucht da die Anschlüsse immer gut funktioniert haben. Da jedes Beförderungsmittel extra 2,50 US$ kostet habe ich beim ersten Busfahrer einen Day-Pass für insgesamt 8 US$ gekauft, der dann auf allen Strecken die 2,50 $ kosten verwendet werden kann. Der Flug ging zuerst über Nacht nach Newark (EWR) wo ich morgens um 06:30 ankam. Der Weiterflug fand dann erst um 16:00 Uhr von New York (JFK) statt. Eine Herausforderung aber auch die Chance wenigstens ein paar Stunden in der Stadt, die jetzt doch auch mal schläft, zu verbringen. Dazu nutzte ich auch wieder die öffentlichen Verkehrsmittel. Nach Ankunft folgte ich zuerst den Schildern Richtung Airtrain der mich zum Bahnhof Newark Liberty International Train Station brachte. Von dort ging es weiter mit NJ Transit bis New York Penn Station (Achtung: auch Newark hat eine Penn Station, wäre aber zu früh für einen Ausstieg). Fahrzeit mit Warten ca. 50 Minuten. Die Fahrkarte habe ich noch am Flughafen für die Gesamtstrecke am Automat gekauft, der Fahrpreis war 15,25 US$. Zum Flughafen ging es dann weiter mit der U-Bahn Linie E bis zur Haltestelle Sutpin Blvd. – Archer Av. – JFK airport. Dort steigt man dann an der Jamaica Station um in der Airtrain der einen direkt bis zum Terminal 1 bringt. Fahrtzeit ca. 35 Minuten. Fahrpreis für die U-Bahn ist 3 US$ (+ 1 $ für die. Metrocard) und nochmal 7,75 US$ für die Fahrt mit dem Airtrain. Man kann den Betrag gleich auf die Metro-Karte buchen, denn bezahlt wird nach pay per ride. Check In und Security ging sehr schnell und professionell. Nach der Landung in Frankfurt ging es nach 3 Stunden weiter Richtung Lyon. Auch hier ist der Flughafen außerhalb der Stadt. Deshalb habe ich mich für die Fahrt zum Bahnhof in Lyon für den Rhoneexpress entschieden. Man folgt einfach den Schildern im Flughafen und kommt direkt zum Bahnsteig, Fahrtzeit ca. 25 Minuten (ca. 15€). An der Endhaltestelle geht man dann über die Straße direkt in das Bahnhofsgebäude. Hier herrschte, wohl auf Grund des bevorstehenden Neujahrsfestes eine erhöhte Reisetätigkeit mit enormem Andrang. Sicherheitsabstände wurden hier nicht eingehalten. Aber das scheint in Frankreich generell ein Problem zu sein, hier sind auch 30 cm = 1 Meter. Der TGV nach Marseille war sehr voll aber man hat ja einen reservierten Sitzplatz. Für die Kartenbuchung (56€) habe ich die App Rhoneexpress und Trainline verwendet. Nach Ankunft am Bahnhof Saint-Charles nutzte ich die Metro M2 (orange) bis zur Haltestelle Sainte-Marguerite Dromel (Fahrtzeit 8 Minuten). Hier steigt man dann in den Bus der Linie 24 oder 24T. An der 4. Station Hospital Salvator Paoli-Calmettes steigt man dann direkt vor dem Haupteingang der Klinik ab. Jetzt nur noch den Schildern folgen und man steht eigentlich am richtigen Eingang. Aber leider ist das mit den Englisch- und den Ortskenntnissen im eigenen Haus nicht so wirklich die Sache des Personals. Ich wurde wieder zurück geschickt und musste über einen anderen Eingang ins Gebäude und man sagte mir hier sei ich falsch. Aber ich hatte Glück und wurde nun innerhalb des Gebäudes weiter geführt und stand plötzlich wieder dort wo ich schon mal war, nur jetzt hinter der Glastür. Allerdings wusste auch hier niemand Bescheid, also ging es los mit telefonieren. Schlussendlich kann eine Angestellte mit Englischkenntnissen zur Hilfe und brachte mich an den richtigen Ort. Die Übergabe war etwas verwirrend. Zuerst sollte ich das Material nur durch eine Durchreiche, ohne Kontrolle abgeben. Als ich auf eine Prüfung bestand kam ein Techniker mit einer handschriftlichen Notiz über die Empfängernummer, das war‘s. Jetzt forderte ich erst einmal die kompletten Unterlagen an und siehe da nach kaum 10 Minuten war dann auch alles vorhanden. An jetzt lief alles glatt und ich konnte dann wieder mit den Öffentlichen zurück zum Bahnhof fahren. Von dort ging es dann mit Zug (TER) zur Station Vitrolles Aeroport Marseille Provence. Das Ticket hab ich mit im Bahnhof im Shop für 5,20€ gekauft. Am Bahnhof angekommen stand ich irgendwo im Nirgendwo. Hier sollte der Flughafen-Shuttle ankommen, aber in Corona Zeiten ist wohl alles anders. Ich hatte trotzdem Glück den es kam ein Bus der Linie 13 und hat mich mitgenommen. Den Fahrpreis von 1,20€ hatte ich nicht in Kleingeld und der Fahrer konnte nicht wechseln, also durfte ich eine Freifahrt bis zum Terminal genießen. Von dort ging es dann zum Ibis Hotel zu Fuß weiter, ca. 10 Minuten. Der Rückflug am nächsten Morgen um 06:40 von Marseille über Paris nach München war dann unspektakulär. Hotels: Reseidence Inn in La Jolla, Unterbringung in Apartment-Häusern mit Küche. Hier gibt es eine Küche mit großem Kühl- und Gefrierschrank und Eiswürfelbereiter. Man kann die Akkus sehr gut kühlen und die Box mit Eiswürfeln bis kurz vor Übernahme bei 0 Grad halten. Das Hotel ist ein wenig in die Jahre gekommen. Man hat nicht weit entfernt ein Einkaufszentrum mit Supermarkt und ein paar Restaurants. Allerdings z.Z. nur ToGo. Die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel ist sehr gut. Man benutzt am besten die Bus-Linien 30 oder 150 Ibis Aeroport Marseille, typisch Ibis, freundliches Personal und, wenn nötig, Essen aus der Mikrowelle an der Rezeption. Frühstück gibt es ab 4 Uhr morgens. Sightseeing in San Diego und La Jolla: Um in die Stadt zu kommen gibt es die schnelle Variante mit dem Bus der Linie 150, er fährt mit wenigen Halten auf der Schnellstraße bis zum Bahnhof San Diego Old Town Terminal. Alternativ dazu gibt es den Bus der Linie 30. Dieser fährt die gesamte Küstenlinie entlang (teilweise tolle Ausblicke) und hält ebenfalls an der gleichen Haltestelle der Linie 150. Am Busbahnhof durch den Tunnel zur Green Line und dann weiter bis Santa Fe Depot. Jetzt ist man schon Down Town. Ich konnte leider wegen Corona nur einen Bummel machen, alle Sehenswürdigkeiten und Museen sind z.Z. geschlossen. Sehenswert sind natürlich der Hafen mit dem Flugzeugträger USS Middway, Harbour City und das Gaslight Quater. Auf dem Rückweg mit der Linie 30 habe ich mehrere Stopps an den Küstenspots Pacific Beach, Pacific Beach Pier, Bird Rock, Seal Rock und La Jolla Cove eingelegt. Toll ist die Begegnung mit den Seelöwen.
