La Jolla nach Nijmegen (Wenn Corona auf Proteste trifft)

Start meiner Reise war Köln. Von dort ging es mit dem RE-5 zum Düsseldorfer Flughafen. Aufgrund der Covid-19 Situation war in Düsseldorf nicht viel los und der Sky Train an diesen Sonntag nicht in Betrieb. Der Ersatzbus fuhr allerdings nur 2x die Stunde. Zum Glück war ich früh genug dran. Laut Google maps dauert es nämlich zu Fuß rund 30min bis zum Terminal – also auch keine echte Option.

Ansonsten lief es dann in Düsseldorf eigentlich geschmeidig. Obwohl ich mit leerem Credo-Koffer unterwegs war, wurde am Sicherheitscheck die Polizei hinzugezogen, da man wohl nur 1 Gepäckstück haben darf. Das nehmen die Düsseldorfer sehr genau. Beim Anblick meines Credo-Koffers zogen die Polizeibeamten aber wieder ab.

Der Umstieg in Amsterdam verlief auch problemlos. Auf dem Flug nach LAX gab es eine warme Mahlzeit (keine Auswahlmöglichkeit) und am Platz erwartete mich ein Beutel mit Getränken, Sandwich und Snacks. Während des gesamten Fluges herrschte Maskenpflicht und eben bis auf diese eine Mahlzeit keinerlei Service. Der Flug war voller als ich erwartete, ich schätze so 30% Auslastung, jeder fand aber genug Platz um sich auszubreiten.
Noch im Flugzeug musste man einen Fragebogen zu Covid-19 Symptomen und Kontakten ausfüllen. Beim Ausstieg folgte dann noch eine Befragung und der Fragebogen wurde eingezogen (noch am Gate).
Die Einreise in die USA verlief problemlos. Alle trugen Masken und in den öffentlichen Verkehrsmitteln ist sie auch Pflicht.

Um nach La Jolla zu kommen stand eine Fahrt mit dem Pacific Surfliner an. Der LAX Fly Away Bus sollte mich nach Downtown zur Union Station bringen, von wo der Zug abfährt. Beim Einstieg in den Bus wies die Fahrerin darauf hin, dass aufgrund der nächtlichen Ausgangssperre der Bahnhof gesperrt sei und keine Züge mehr verkehren. Da ich sehr ungerne in Downtown stranden wollte, hielt ich erstmal Rücksprache mit München. Der verschlafene Hans empfahl mir dann ein Uber zu nehmen. Das war allerdings leichter gesagt als getan, denn Aufgrund der Unruhen und Proteste wollten kaum einer der Uber- Fahrer auf der Straße sein. Ich hatte jedoch Glück und nach ca. 30min hatte ich einen Fahrer der mich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 80mph nach La Jolla brachte. Dauer etwa anderthalb Stunden, Kostenpunkt 124$.

Beim Check-in im Hotel musste ich feststellen, dass die Zimmer des Hotels Marriott La Jolla nicht über Gefrierfächer verfügen. Der Mitarbeiter an der Rezeption war aber bereit die Kühlakkus im Freezer der Hotelküche unterzubringen. Ich konnte auch am nächsten Tag die Temperatur der Akkus kontrollieren und wieder zurück in die Küche bringen lassen. Hier waren alle Mitarbeiter sehr hilfsbereit.

Freizeit-Tipp: An einem freien Tag sollte man – sofern man San Diego schon kennt – unbedingt mal das La Jolla Village und die Küste erkunden. Der Bus Linie 30 (Richtung Downtown) fährt einen für 2,50$ hin. Der Küstenabschnitt ist sehr schön, mit kleinen Buchten, vielen Seevögeln und Seehunden bzw. Seelöwen. Das Village selbst lässt sich super zu Fuß erkunden und es gibt Geschäfte und nette Restaurants. Insgesamt ist La Jolla sehr fußgängerfreundlich.

Am Abholtag rief ich um 10:00 im CC an und ließ mir die pick-up Zeit bestätigen. Mit dem Bus 101 (Richtung Oceanside) gings dann Nachmittags ins Scripps Green Hospital. Der Hand-over war sehr pünktlich, professionell und die Form 836, sowie die Produkt-Tags waren schon soweit vorbereitet.

Mein Flug nach Amsterdam ging erst am nächsten Tag, sodass ich am Abend es erstmal nur zu einem LAX Flughafen Hotel schaffen musste. Da für den Abend wieder ein Curfew in L.A. angesetzt war, behielt ich die Tweets vom Pacific Surfliner and der L.A. Metro im Auge und hoffte auf diesem Wege zu erfahren, falls es wieder zu Einschränkungen kam. Es lief aber alles nominal: Bus 101 zum Solana Beach Station, dort in den Pacific Surfliner (Scenic Route!) und dann der Umstieg an der Union Station in den LAX FlyAway Bus. In LAX nahm ich dann noch ein Hotelshuttle zum Crowne Plaza Hotel. Da die hiesigen Hotelshuttles nach keinem Fahrplan fahren, kann man schon mal länger (20-30min) auf eines warten, man sollte das einkalkulieren, insbesondere auf dem Weg zum Flughafen.

Am nächsten Tag gab es am Flughafen einen kleinen „Zwischenfall“, als der Mitarbeiter beim Check-in kein Handgepäck (in Summe) über 12kg durchgehen lassen wollte. Eine verständnisvolle Mitarbeiterin war zum Glück in der Nähe und ich durfte mit Credo und meinem privaten Gepäck in die Kabine. Mittags gings dann in einer zu ca. 2/3 besetzten Maschine zurück nach Amsterdam. Auch hier wieder Maskenpflicht und bis auf eine Mahlzeit keinen Service. Auch hier gab es einen Fragebogen, der wurde aber nur Stichprobenartig bei der Ankunft am Gate eingezogen.

Von Schiphol nahm ich den Intercity nach Nijmegen und am Bahnhof in Nijmegen gelang es mir ein Bus ticket zu erwerben. Derzeit is es leider nicht möglich im Bus ein Ticket zu kaufen, da der Bereich um den Fahrer abgesperrt ist und es keine Automaten gibt. Das war auch in den USA der Fall was dazu führte, dass ich ohne Ticket fahren musste. Die Busse 10,11, 12 und 15 bringen dich zu Haltestelle „Huygensgebouw“. Von dort läuft man ca. 200m zum Eingang des Radboud University Hospitals. Der Zutritt wurde einem jedoch nur gewährt nachdem man Fragen zu Corona Symptomen und Kontakten beantwortet hatte. Im Krankenhaus folgt man der Route 475, also rechts und nochmal rechts und fährt mit dem Aufzug in die 4.Etage und fragt dort nach der Ansprechperson. Das Handover war auch hier professionell.

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