London – Curitiba

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CC: The London Clinic

TC: Erasto Gaertner Hospital

In aller Kürze: Mein erster Transport nach Brasilien. Security London: immer wieder anders als andere. Der Flughafen SAO ist der WAHNSINN. Mein Tipp: niemals anstellen, du weißt nicht was noch kommt (auch wenn du denkst, dass du genug Zeit hast). LATAM: „NOTALK“-Dokument, was ist das, wer kennt es, was soll das jetzt?

2. Apherese London. Fein, ich mag London. Ich bat Ontime um ein Hotel in der Nähe, auch wenn ich die von Marion gebuchten Hotels in London sehr liebe. Ich wollte einfach mal in der Gegend um die London Clinic bleiben. Der Wunsch wurde mir erfüllt. Ein wunderschönes Hotel, in einer netten kleinen Straße, ein riesiges Zimmer, netter Empfang. Und doch war es ein Fehler. Unter dem Hotel fährt die Underground. Ernsthaft. Hört man (angeblich) in jedem Zimmer, meins war jedoch im Erdgeschoss. Alle drei Minuten ein kleines Erdbeben. Nachts ist für ein paar Stunden Ruhe, um 5:30 Uhr geht´s wieder los. Frühstück: nicht erwähnenswert, Kofferaufbewahrung: nicht sicher da ohne Zettel, jeder kann rein in das Zimmer. Nun gut, ich wollte es so. Astor Court Hotel in der Hallam Street. 

Diesmal habe ich ungewöhnlich viel Papier in der London Clinic bekommen, der Mann (der immer da ist wenn ich komme, ich weiß gerade seinen Namen nicht), war außergewöhnlich freundlich und zuvorkommend. Wie immer war es/er sehr professionell (und dadurch auch ein wenig hektisch wie ich finde).

Ich bin mit dem Bus zur Paddington Station und weiter mit der Elisabeth Line zum Flughafen LHR, Terminal 3. Seit ich verstanden habe, dass ich für ontime kein „richtiges Ticket“ (mehr) brauche in London, finde ich es sehr angenehm beim Einsteigen (und rausgehen aus der U-Bahn) einfach mein Handy (meine VISA-Karte) an das Lesegerät zu halten. Egal wo, geht auch im Bus. Thank you. 

LHR Security: der Mann war freundlich, es gab im Grunde keine Warteschlange, ich hatte genügend Zeit bis zum Abflug gegen 22 Uhr. Jedoch fand der Officer, dass in meinem Begleitschreiben von ontime das richtige Datum stehen sollte. Da stand das Datum der 1. Apherese, nicht der Tag der 2. Apherese. Die Dokumente der London Clinic, mein Reiseplan, anderes, hat ihn nicht so sehr interessiert. Das Datum auf meiner Bestätigung war falsch. Er hat dann telefoniert und nach geschätzten 15 Minuten durfte ich weiter. 

Am Mittag diesen Tages hatte mich jemand aus Brasilien kontaktiert und mich via WhatsApp gefragt, ob ich denn heute (noch) käme. Ich war irritiert und wusste nicht wer das ist. Darf ich mit ihr kommunizieren?  Außerdem sprach sie von bone marrow, ich hatte aber ja PBSC zu transportieren. Lange Rede, das war die (wirklich sehr nette )zuständige Frau aus der Klinik in Curitiba, die bis zu diesem Zeitpunkt einfach noch keine Info erhalten hatte, dass es eine zweite Apherese geworden war. Wie ich später erfahren habe, dauert das einfach, da diese Info über das Register geht. 

So, und jetzt der speziellste Teil des ganzen Transports: SAO. Riesig und viel Prozedere. 

Mein Flug landete eine gute halbe Stunde vor planmäßiger Ankunft, so dass ich tatsächlich 2,5 Stunden Zeit hatte für meinen Umstieg. Ich dachte, das ist doch genug Zeit. Ja, ist es. Aber es reicht nicht zum Anstellen. Wenn man dazwischen nicht wie in Irre durch den Flughafen eilen will. 

Das nächste Mal stelle ich mich bei der Immigration nicht an. Die Schlange war nicht lang, aber am Anfang war auch nur ein Schalter besetzt. Daher dauerte das ungefähr 45 Minuten. Danach zum Zoll. Das ging recht zügig, da wartete ich nur ein paar Minuten. Wie gesagt weite weite weite Wege. Dann noch mal Security check. Da bin ich vorbei gegangen, bzw. habe ich die Fast lane benutzt. Ohne Probleme, eine englisch sprechende Frau war zur stelle und wusste um was es sich bei der Box handelt. Wieder weiter Weg. Am Flugzeug angekommen war dort schon mit dem Boarding begonnen worden und ich bin gleich rein. Ich war durch die weiten Wege, die Temperatur in Kombination mit der hohen Luftfeuchtigkeit, die Nacht „durchgemacht zu haben“, nicht so „zentriert“ und bin der Crew wohl beim „mein Zeug durch den Gang bringen“ aufgefallen, so das sie mich fragten, was ich denn da transportiere. Ich sagte es ihnen (wie immer), worauf sie nicht nickten, sondern es ganz genau wissen wollten. Dafür wollten sie meinen Ortner und die Warnschilder haben, um alles dem Kapitän zu bringen. Und da blieben die Unterlagen. Die nächsten 60 Minuten. Die Maschine war voll besetzt und wir starteten mit 30 Minuten Verspätung, und ungefähr 45 Minuten nach „Boarding completed“. Der Kapitän machte dann auch eine Durchsage auf Portugiesisch, der Mann neben mir stöhnte und war genervt. Ich empfand es als unangenehm, dass alle warten mussten, ich aber nicht erklären konnte, dass ich so um die 173 Dokumente dabei habe und ich bereits durch 95 Security Checks bin, und es normalerweise reibungslos funktioniert. Irgendwann überreichte mir die englisch sprechende Flugbegleiterin meine Unterlagen und meinte es fehle das Dokument „NOTALK“, das ich das nächste Mal dabei haben solle, dann ginge es schneller. Aha. Beim Debriefing habe ich davon erzählt, da war ein Dokument mit diesem Namen kein Begriff. Auch andere Kuriere sagten mir, dass sie keine Probleme mit der LATAM je gehabt haben. 

Was lerne ich daraus? Lieber steige ich das nächste Mal später ein, ordne  vorher meine Sachen, entspannte mich und atme ein paar Mal tief durch.

Ankunft in Curitiba. Mit dem Taxi zum Krankenhaus. ich hatte mir Geld am Automaten am Flughafen in Curitiba gezogen, da ich nicht wusste, ob ich das Taxi mit Karte bezahlen könne, und ich keine große Lust mehr auf Herausforderungen an diesem Vormittag hatte. 

Die Übergabe im Hospital war sehr freundlich und professionell. Die Menschen waren sehr hilfsbereit. 

Nach der Übergabe fand ich ein oranges Taxi links neben dem Eingang auf der Straße. Die Preise sind recht günstig, noch günstiger ist Uber. Den habe ich dann für die Fahrt zurück zum Flughafen bestellt. Alles ohne Problem. 

Ich hatte mir eine eSIM von Airolo gekauft, so dass ich auch in Brasilien mobile Daten hatte, was ich sehr hilfreich fand. 

Ich habe eine Rundfahrt mit dem Hop on/hop off – Bus gemacht, was ich schon empfehlen kann, da ich so ein wenig gesehen habe von der Stadt. Ansonsten sind die Wege ziemlich weit zwischen den Attraktivitäten. 

Ontime hat mir eine Nacht im Ibis shopping Curitiba gebucht. 

Meine Verlängerungsnacht hatte ich im Hotel Johnscher by SJ Hotéls & Resort, das ich absolut empfehlen kann. Es liegt wunderschön in der Altstadt und hat Charme.

In beiden Hotels war das Frühstück wirklich toll. 

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6 Kommentare
Gesine
Mitglied
31. Januar 2024 1:14

Könnte mir vorstellen, daß die Crew da was verwechselt hat und eine NOTOC meinte (Notification to Captain), die wird aber eigentlich nur für als Cargo transportierte Gefahrgüter ausgestellt, je nach Airline auch nur für Special Load wie Tiere oder Waffen im Frachtraum oder bestimmte Rollstuhlbatterien, die beim Passagier in der Kabine bleiben müssen. Kabinencrews kennen sich mit diesen Dokumenten nicht aus, das Cockpit sollte darüber jedoch Bescheid wissen. Ich kenne bislang keine Airline, die für unsere PBSC/BM-Transporte eine solche Special Load Notification benötigt (ggf. für die Cryo-Transporte?), da wir schlicht nichts meldepflichtiges dabei, wie aus allen unseren Dokumenten hervorgeht – was uns nicht daran hindern sollte, über den Transport zu informieren.

Gesine
Mitglied
1. Februar 2024 8:58
Antwort auf  Anne-Kristin Sturm

Gern,vielleicht hilft es ein bisschen, wenn man weiß, worum es geht (mir gings vor Jahren, neu im Job am Flughafen, wirklich ganz genauso wie Dir, hab kein Wort verstanden ).
Davon unbenommen sind natürlich die von manchen Gesellschaften gewünschten Voranmeldungen unserer Transporte generell, wie bei KLM/AF, Qatar (?) usw, aber da weiß Ontime besser Bescheid.
Bei Latam werden wir meines Wissens wohl nicht vorangemeldet, das Cockpit war sich unsicher in Deinem Fall und hat das erstmal klären müssen- bin da immer hin- und hergerissen bei solchen Airlines, ob ich den Transport erwähnen soll oder nicht, meistens mache ich es, um auf der sicheren Seite zu sein im Falle von Verzögerungen (oder Unklarheiten), und die Kabinencrews melden Auffälligkeiten natürlich ..

Nicole
Mitglied
6. Mai 2025 19:15
Antwort auf  Gesine

Ähnliche wenngleich nicht dieselbe Thematik: Ich bin in Dresden am Flughafen schon mehrfach von Lufthansa Mitarbeiterinnen am Gate recht wirsch darauf hingewiesen worden, dass mein Transport (PBSC!) hätte angemeldet werden müssen.. die letzte hat sich dann etwas kleinlaut mir gegenüber beim Boardingprozess dann selbst korrigiert und gesagt, dass dies nur für Organe, nicht jedoch für Stammzellen gelte..

Gesine
Mitglied
9. Mai 2025 12:55
Antwort auf  Nicole

… ausgerechnet LH Dresden: früher sind sie uns fast an die Gurgel gegangen, wenn wir gewagt haben, den Transport zu erwähnen (waren aber auch sehr viele Transporte ab DRS), geschweige denn, daß sie uns bei Verspätungen oder Cancellations geholfen haben. Dann ist time:matters mehr in die Transporte eingestiegen und auf einmal überschlug sich das Personal in DRS vor Höflichkeit (so meine Erfahrungen ).

Ingesamt sind inzwischen viele (natürlich nicht alle), die am Checkin und Gate arbeiten, schlecht eingelernt und nicht nur was unsere Transporte betrifft in vielem relativ ahnungslos …

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