Santiago de Chile – Madrid (Mai 2019)

Reiseablauf:
-München-Houston-Santiago-Madrid
-Anreise Freitag auf Samstag, Transport Dienstag auf Mittwoch (2. Apharese)
-700 chilenische Pesos entsprechen ungefähr einem Euro

Flug mit United über Houston, 6h Aufenthalt dort. Vom Flughafen Santiago mit den Busunternehmen (Tourbus oder Centropuerto) deren Busse direkt vor dem Hauptausgang des Gebäudes abfahren zur letzten Station (Bus- und Ubahnhof, Kosten: 1900 Pesos, Dauer: 30 min). Dann mit der Ubahn weiter zur Station La Moneda (Kosten für obligatorische Chipkarte und Einzelfahrt, die je nach Tageszeit variieren: 4550). Zum Hotel ‚RQ Santiago‘ gegen die Fahrtrichtung links aus dem Ubahnhof hoch und ein paar Meter weiter geht es rechts zwischen Bürogebäuden, an einer roten Bank vorbei in eine Art Innenhof, wo der Hoteleingang etwas versteckt gelegen ist. Zum CC zu Fuß (32 min) und von dort mit dem Taxi an den Flughafen (Kosten: 14500 + Maut 1500).

Vorbereitung Koffer
Das Hotelzimmer verfügte über einen Kühlschrank mit Gefrierfach, in dem die Hälfte der Akkus Platz hatte und dessen Kühlkapazität nicht ausreichte um, zumindest drei Akkus auf einmal, zu frieren. Ich habe zwei grosse Pakete Eiswürfel im Supermarkt gekauft und einen grossen festen Plastikbeutel bzw. damit den Koffer gefüllt. So stieg die Temperatur nur langsam an, circa 0.3 Grad/Tag. Den Koffer im Hotelzimmer im Schatten lagern half vermutlich. Rückblickend hat das hervorragend funktioniert und war besser zu kontrollieren als ein leistungsschwaches Gefrierfach.

Übernahme:
Die fünf chilenischen Mitarbeiterinnen waren unerfahren aber freundlich. Zu meinem erneuten grössten Erstaunen wurden meine Personalien nicht überprüft (besonders nach dem Kommentar ich sehe überhaupt nicht so aus wie auf dem Foto, das ihnen vorlag). Fällt Euch das nicht auch immer wieder auf, dieses Vertrauen bzw. dieser Mangel an Kontrolle? Die Übergabe lief auf Spanisch, da niemand eine andere Sprache sprach. Habe als Jugendlicher in Argentinien gelebt, daher war Spanisch meinerseits vorhanden. Es gab kein Delivery Protokoll. Küsschen zur Begrüßung, Küsschen zur Verabschiedung. Austausch, Fragen, Persönliches – das gehört offenbar, genau wie in Argentinien, auch in Chile zum guten Ton.

Transport:
Mit dem Taxi zum Flughafen. Die Einzelfahrt kostet etwa 14500 Pesos plus 1500 für die Maut. Es wird permanent von Seiten der Taxifahrer versucht, überhöhte Preise zu erreichen. Ich hatte das von mehreren Leuten vorher gehört und auch selbst die Erfahrung machen müssen. Diskutieren, auf das Taximeter bestehen und sagen, mann kenne die Preise. Mit Iberia direkt nach Madrid.

Übergabe:
Madrid Flughafen zum Krankenhaus ‚Princesa‘ mit dem Taxi, Fixpreis 30€ (wie in ganz Madrid innerhalb der Ringautobahn bei Fahrten von/zum Flughafen).Die Spanier erwarteten mich bereits. Auch hier musste ich um einen Vergleich der Nummern bitten und die Übernahme fast etwas moderieren. Man war schon nervös aufgrund der unmittelbar bevorstehenden Transplantation, was recht auffällig war (und was man ja auch durchaus nachfühlen kann).

Tipps für Santiago:
Der Kaffee im Foyer des Museums für präkolumbische Kunst ist hervorragend. Ausrufezeichen.Gegenüber im Einkaufszentrum gibt es im ersten Stock einen Flügel, auf dem man ab 16.00 Uhr spielen darf.Ich habe einen Mietwagen im Hotel gebucht und bin einen Tag nach Pichilemu, Südamerikas subäquatoriales Surfmekka gefahren. Da ist für einen Tag nicht gerade nahe, aber auf dem Weg werden geschmackige Avocados, Erdbeeren und allerlei andere Feldfrüchte verkauft, und das direkt von den Produzenten. Mit einer Frau, die aus der Wolle ihrer Schafe tolle Beanies herstellt, habe ich „un rato largo“, einen langen Moment, geredet, was recht spannend war. Kaffee trinken in einem abgelegen chilenischen Kaff. Veganer (!) Burger auf der super Terasse von „La casa verde“ in Pichilemu, mit Blick aufs Meer. Die Gegend ist im Mai, so wie generell weite Teile Chile, trocken, aber sonnenverwöhnt.

Kommentar:
Der Abflug in Chile war um 23.30 Uhr Ortszeit, 5.30 morgens deutscher Zeit. Die Flugverbindung wäre im Falle einer ersten Apharese von Santiago über Houston und über Washington (dort 6 h Aufenthalt) nach Madrid gegangen. Das hätte ich sehr anstrengend gefunden (was der Transport ohnehin auch so schon war) und war froh, dass es dazu nicht kam. Mir ist bewusst, das die Flugverbindungen nicht grundlos so gebucht wurde. Allerdings sollte auch die Belastbarkeit der Kurier/innen nicht überstrapaziert werden.

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6 Kommentare
Roland Weber
Mitglied
20. Oktober 2021 8:40

Servus Jonas,
super, danke für die neuen Infos. Ich bin ja zur Abholung dort und werde wohl nicht zum Zoll müssen und werde wahrscheinlich auch nicht abgeholt. Ich denke ich werde mit dem Bus in die Stadt fahren und hoffe das ich ein zentrumnahes Hotel Richtung La Moneda habe. Wie viele Euros sollte man ca. tauschen um gut über die Runden zu kommen? Den Tipp mit den Wechselstuben werde ich befolgen. Hast du direkt am Flughafen getauscht?

Roland Weber
Mitglied
15. Oktober 2021 5:49

Danke für die genaue Beschreibung und die Ergänzung. Das wird mir sicher weiterhelfen. Hat vielleicht jemand Erfahrung mit Uber in Santiago?

Jonas Hagemeier
Jonas Hagemeier
16. Oktober 2021 21:37
Antwort auf  Roland Weber

Servus Roland,
ich war vor zwei Wochen zur Auslieferung in Santiago und kann dir wahrscheinlich etwas weiterhelfen. Der Fahrer, der mich am Zoll abholte, hat berichtet, dass Uber in Santiago weiterhin illegal ist. Zwar gibt es einige wenige, die trotzdem fahren, das scheint aber relativ streng kontrolliert zu werden. Deswegen ist dies wohl auch keine valide Option zur Fahrt zum Flughafen, weil dieses Risiko nur sehr wenige Uber-Fahrer eingehen möchten. Als legale Variante existiert Cabify – im Prinzip genau das gleiche Modell, nur halt offiziell erlaubt. Ich hatte leider Probleme damit, meinen Account vor Ort zu erstellen und konnte das deswegen nicht testen.
Die Metro funktioniert aber vernünftig und zuverlässig (Chip-Karte zum Aufladen gibt es an jeder Station – Achtung: auch hier nur Bargeld zur Aufladung möglich) und auch der unten beschrieben Flughafen-Bus existiert weiterhin.
Wechselstuben sind natürlich auch immer empfehlenswert und gerade aktuell sind die wohl sehr an Dollars und Euros interessiert, jedenfalls bekam ich effektiv sogar einen besseren Wechselkurs als Google das errechnet hätte!
Wenn du sonst noch Fragen hast, sag gerne Bescheid 😉

Roland Weber
Mitglied
20. Oktober 2021 9:31
Antwort auf  Jonas Hagemeier

Servus Jonas,
Hallo Jonas,
super, danke für die neuen Infos. Ich bin ja zur Abholung dort und werde wohl nicht zum Zoll müssen und werde wahrscheinlich auch nicht abgeholt. Ich denke ich werde mit dem Bus in die Stadt fahren und hoffe das ich ein zentrumnahes Hotel Richtung La Moneda habe. Wie viele Euros sollte man ca. tauschen um gut über die Runden zu kommen? Den Tipp mit den Wechselstuben werde ich befolgen. Hast du direkt am Flughafen getauscht?

Jens Becker
Jens Becker
11. Mai 2019 17:07

Korrektur: Einzelfahrt Ubahn Santiago mit Chipkarte 2300 Pesos.

Reinhold Erwerth
Mitglied
27. Mai 2021 12:36
Antwort auf  Jens Becker

Eine kleine Ergänzung:
Bus vom Flughafen (Tourbus oder Centropuerto) kann man nur bar bezahlen. Ich habe am Geldautomaten von Santander in der Abflughalle Geld geholt. Die verlangen 7000 Pesos Gebühr und meine Bank berechnete auch noch Gebühr von 5,99 €.
Vorm Rückflug habe ich interessehalber mal bei einer Wechselstube gefragt: Die verlangen 1100 Pesos Gebühren. D.h. selbst wenn man dort (wie üblicherweise immer bei Wechselstuben) einen schlechteren Wechselkurs bekommt als am Automat, ist es bestimmt im Endeffekt günstiger.

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