St. Petersburg, FL – Ankara

Es ging von St. Petersburg (Florida) nach Ankara in der Türkei.

Anreise:

Mit Zug und S-Bahn machte ich mich auf den Weg von Buchloe im Allgäu zum Flughafen in München. Dort konnte ich beim Check In noch auf einen Fensterplatz in der 2. Reihe Eco wechseln und es war auch noch genug Zeit, in der Lounge eine Kleinigkeit zu Frühstücken.

Im Flugzeug tauschte ich meinen Platz mit einem Ehepaar, das gerne zusammen sitzen wollte und bekam dafür den Fensterplatz auf der gegenüberliegenden Seite und hatte zudem noch das Glück, dass der Nebenplatz frei blieb. IFE war ebenfalls vorhanden und mit guten Filmen bestückt, so dass der Flug mit US Airways nach PHL angenehm und abwechslungsreich verlief.

In PHL war die Schlange an der Immigration sehr kurz und der Weiterflug nach TPA ging ebenfalls nahezu pünktlich raus.

St. Petersburg, FL:

In TPA hatte ich mir über das 25%-Angebot bei Hertz einen Mietwagen vorbestellt, der mich für 24 Std. lediglich 20 EUR kostete. Da nur noch Autos mit Navi vorrätig waren, bekam ich dieses noch kostenlos dazu.

In nur 15 Minuten fuhr ich über den leeren Freeway 275 bis zum Comfort Inn. Das Hotel ist noch recht neu und somit wirklich sehr schön – auch Frühstück und WLAN ist im Zimmerpreis enthalten. Bevor ich mich in das gemütliche Bett fallen ließ, teilte ich Ontime meine Ankunft im Hotel noch per SMS mit.

Am nächsten Morgen telefonierte ich mit dem CC und vereinbarte für 20 Uhr am selben Tag einen erneuten Anruf um das Aphareseergebnis in Erfahrung zu bringen. Die dortige Ansprechpartnerin, Fran, war schon am Telefon sehr sympathisch!

Nun konnte ich mir einen schönen Tag machen! Zuerst wurden erstmal einige Einkäufe erledigt und Bestellungen für die Lieben daheim eingekauft. Für mich gab es einen Kindle, der gerade für 71 $ bei TARGET im Angebot war, da sie die Geräte aus dem Sortiment nehmen.

Danach legte ich mich für den Rest des Tages an den schönen St. Petes Beach. Das Wetter war traumhaft und ich konnte sogar im Meer schwimmen gehen.

Auf dem Rückweg gab ich den Mietwagen bei Hertz wieder ab und ließ mich vom netten Mitarbeiter der Station in mein Hotel fahren, da auch diese Station einen PickUp/Return-Service im Angebot hatte.

Pünktlich um 20 Uhr rief ich Fran auf ihrem Handy an, doch das Ergebnis war leider noch nicht da. Wir vereinbarten, dass sie mich im Hotel anrief, sobald sie Näheres wüsste. Schon eine Stunde später teilte sie mir mit, dass die 1. Apharese ausgereicht hat und sie mich morgen gerne um 10 Uhr im CC empfangen würde.

Abholung CC:

Um meine vorgekühlten Akkus in der draußen schon vorherrschenden Hitze nicht zu gefährden (und auch weil ich ein bisschen Schiss hatte, am Highway ohne Bürgersteig zu laufen und die riesige Straße zu überqueren) nahm ich ein Taxi zum CC (6 $ inkl. Tip).

Dort erfolgte die Übergabe sehr ruhig, gewissenhaft und sehr freundlich. Ich lernte auch Fran kennen, die eine Beauftragte der NMDP ist und wir unterhielten uns noch angeregt bis mein Taxi zum Flughafen eintraf (40 $ inkl. Tip).

Flug TPA – IAD:

Beim 2,5 Std. – Flug von Tampa nach Washington hatte ich sogar einen Platz in der Exit Row am Fenster, so dass auch dieser Flug sehr angenehm verlief.

In IAD angekommen, hatte ich noch 7,5 Std. Zeit bis zum Weiterflug nach IST. Ich machte mich auf zum LH-Ticketschalter, um herauszufinden, ob ich nicht auf eine frühere Maschine umgebucht werden könnte. Am dortigen Schalter war die Hölle los! Ewig lange Schlangen an allen Schaltern. Die kürzeste war die beim Business Check In, also versuchte ich es dort. Die Dame sagte mir, dass der nächste Flug schon so gut wie voll sei, konnte mich jedoch nicht umbuchen und schickte mich zurück zum Ticketschalter. Also hab ich mich dort angestellt und mitbekommen, wie bereits zahlreiche Passagiere vor mir vergeblich versuchten, noch mitzukommen. Leider war dann auch nichts mehr zu machen als ich endlich an der Reihe war.

Zum Glück gibt es in IAD eine LH-Lounge bei B50, zu der ich mich nun aufmachte. Bei der SiKo hier in IAD wurden Koffer und Inhalt dann recht lange auseinandergenommen und untersucht. Dabei sah ich, dass der oberste Akku schon flüssig war, obwohl ich alles bei festen Akkus und 2 Grad in St. Petersburg verpackt hatte. Da kam dann doch schon ein ungutes Gefühl bei mir auf. In der Lounge legten die netten Damen mein Ice Pack für die Dauer meines Aufenthaltes in den Gefrierschrank, so dass ich später etwas nachkühlen konnte.

Die 7 Stunden dort bekam ich dann auch irgendwie rum und als die Lounge um 21:30 Uhr zumachte, lief ich zum Gate für den TK-Flug nach IST.

Flug IAD – IST:

Am Gate war noch recht wenig los, da Abflug erst um 23:35 Uhr Ortszeit war. Kaum hatte ich im Wartebereich Platz genommen, wurde ich auch schon ausgerufen. Freudestrahlend lief ich zum Gate, da ich auf ein Upgrade hoffte, doch leider sollte ich dort nur neue Bordkarten bekommen. Ich nutzte die Gelegenheit und informierte den Gate-Mitarbeiter gleich mal über meinen wichtigen Transport und bat um Preboarding beim Einsteigen. Irgendwie schien er aber nicht begriffen zu haben, was ich da mit mir führte, denn bei Übergabe der Bordkarten fragte er noch mal: „Warum wollten Sie denn jetzt noch mal preboarden?“ und guckte auch leicht verwirrt als ich alles erneut erklärte.

Ich stellte mich dann am Gate sicherheitshalber schon mal vorne hin und stieg gleich nach den Wheelchairs und Familien mit Kindern ein.

Im Flugzeug sprach das Personal leider nur ein paar Brocken Englisch und das Wort „Bone Marrow“ war offensichtlich nicht dabei. Zum Glück hatte ich noch ein Dokument in türkischer Sprache bei mir, das ich der Purserette in die Hand drückte und sie bat, es auch dem Piloten zu zeigen. Dieses tat sie dann auch und ich konnte zu meinem Platz gehen (leider diesmal nur im Mittelblock) und mit Hilfe des freundlichen FBs mein Gepäck über meinem Sitz verstauen. Der Kühlkoffer hatte hier sogar sein eigenes kleines Fach, wo kein anderer Koffer mehr Platz hatte.

Der Flug war bis auf den letzten Platz ausgebucht, darunter sehr viele Familien mit kleinen Kindern, die aber alle wirklich lieb und ruhig waren. Stellenweise überließen die Mütter dann ihren Kleinkindern den Sitzplatz und legten sich selbst während des Fluges in den Gang, so dass man stellenweise etwas Schwierigkeiten hatte, zur Toilette durchzukommen.

Der Service während des Fluges war sehr gut! Es gab sogar in Eco ein kleines Amenity-Kit mit Zahnbürste, Socken, Schlafbrille, Ohrenstöpseln und Lipbalm. Und das Essen (Lachs mit Kartoffeln und Spinat) war ausgesprochen lecker. Auch das Entertainment-Programm war vielfältig, so dass die 10 Stunden schnell vorbeigingen.

Flug IST-ESB:

In Istanbul kamen wir mit 30 min. Verspätung an und das Aussteigen dauerte auch so seine Zeit, dass ich mir schon ein wenig Sorgen um den Anschlussflug machte. Zum Glück fand ich bei der Passkontrolle einen netten Beamten, der mich zu einem Sonderschalter führte, so dass ich dort nicht anstehen musste.

Der Weg zum nächsten Gate war zwar weit, aber gut ausgeschildert und ich kam dort pünktlich zur geplanten Boarding-Zeit an. Leider durfte ich dann dort noch 45 min. warten, da die Maschine mit Verspätung reinkam und so erst 45 min. später als geplant abfliegen konnte.

Dieser Flug dauerte jedoch nur eine gute Stunde (in der es sogar noch ein Essen gab!) und ich hatte einen netten Sitznachbarn, mit dem ich mich die ganze Zeit unterhalten habe.

Abgabe TC:

Am Flughafen in Ankara angekommen war der Weg zum Ausgang ziemlich weit. Dort standen mehrere Yellow Cabs, doch leider sprach keiner der Fahrer Englisch und die Adresse des TCs die ich vorlegte, kannten alle auch nur so ungefähr. Also am besten erst mal losfahren. Während der Fahrt versuchte ich dann das TC zu erreichen, doch leider wusste ich nicht, dass man vor die angegebene Rufnummer noch eine „0“ vorwählen muss, so dass ich immer nur die Ansage „Kein Anschluss unter dieser Nummer“ bekam.

Zum Glück rief mich dann etwas später Emre vom TC an, um zu fragen, wo ich bleibe und so konnte ich das Telefon an den Taxifahrer weiterreichen, damit er eine genaue Wegbeschreibung bekam. Wir waren dann auch schon ganz in der Nähe und mit 80 TL habe ich sicher nicht zuviel bezahlt.

Im TC wurde ich sehr freundlich empfangen und die Übergabe erfolgte gewissenhaft und professionell. Die Akkus hatten eine Temperatur von 4-6 Grad, so dass meine Sorgen bzgl. der Kühlung völlig unbegründet gewesen waren. Es waren mehrere Ärzte und Krankenschwestern anwesend und noch zwei Frauen in Zivil, die viele Fotos machten (u.a. vom Koffer und dem Übergabevorgang). Ich nehme an, dass das vielleicht Angehörige des Patienten waren, die alles dokumentieren wollten, habe aber nicht explizit nachgefragt.

Nach einem Wasser und einer Tasse Tee riefen mir die netten Mitarbeiter ein Taxi und begleiteten mich noch nach draußen, um dem Taxifahrer zu sagen, wo er mich absetzen sollte.

Hotel Best Western Ikibin 2000:

20 min. später, gegen 22:30 Uhr, und um 30 TL ärmer war ich dann im Best Western Hotel Ikibin 2000 – schon etwas älter, aber dennoch recht schön mit riesigem Bett und freundlichem Personal.

Leider war die dortige Nacht nur sehr kurz, denn schon um 06:15 Uhr machte ich mich auf den Weg in Richtung Flughafen. Frühstück wurde erst ab 07:30 Uhr serviert, so dass ich dieses leider nicht ausprobieren konnte.

Rückreise:

Die Rückreise gestalte sich dann noch schwieriger als ich gedacht hatte.

Berichten im Forum zufolge ließen sich die meisten Kuriere in Ankara mit einem Taxi zur Station Ulus fahren um von dort mit dem Flughafenbus Havas weiter zum Flughafen zu kommen. Nun schrieb eine Kollegin jedoch, dass man auch mit dem Stadtbus 442 für nur 5,25 TL in ca. 45 min. zum Flughafen gelangen kann. Super, das wollte ich doch ausprobieren, zumal ich nach Begleichen der Hotelrechnung in bar noch genau 7 TL in der Tasche hatte.

Also machte ich mich rechtzeitig um 6:15 Uhr auf den Weg in Richtung Kizilay Platz, wo der Bus 442 abfahren sollte. Auf meinem Weg kam ich an zahlreichen Bushaltestellen vorbei, doch nirgends war die Nr. 442 aufgeführt. Ich fragte am Kizilay Platz 5 andere Fahrgäste, doch niemand konnte mir sagen, wo genau denn jetzt dieser Bus abfuhr. Ein Taxifahrer schickte mich dann in eine Seitenstraße und meinte, dort würde ich den richtigen Bus finden. Nachdem ich nun diese Straße schon sehr weit gelaufen war und ich weiterhin nur andere Busnummern angeschlagen sah, wurde es langsam knapp für mich. Es war nun 7:15 Uhr und um kurz nach 8 Uhr begann bereits das Boarding für meinen Rückflug.

Um den Rückflug nicht zu verpassen, ging ich zu mehreren wartenden Taxis und versuchte herauszubekommen, ob mich denn jemand zum Flughafen fahren konnte, obwohl ich ja kein türkisches Geld mehr hatte. Kreditkarte nahmen die leider nicht, aber einer sagte, ich könne auch für 20 EUR mitfahren. Er schickte mich in das Fahrzeug zu seinem Kollegen und teilte diesem noch vor Fahrtantritt mit, dass er mich doch bitte für 20 EUR zum Flughafen bringen sollte.

Dort angekommen wollte der Kollege plötzlich nichts mehr von den 20 EUR wissen und verlangte 70 TL. Ich sagte, dass ich kein türkisches Geld mehr hätte und dass wir doch 20 EUR ausgemacht haben. Alles auch ein bisschen schwierig, da er kein Englisch und ich kein Türkisch sprach. Wir malten uns gegenseitig immer Zahlen auf ein Stück Papier und verhandelten praktisch schriftlich. Sein Kollege hätte sich wohl verrechnet, sagte er, denn bei dem aktuellen Wechselkurs wären 20 EUR viel zu wenig. Ich hatte zwar noch einen Fünfziger in der Tasche, wollte den aber ungern rausgeben, da ich mir nicht sicher war, dann auch Wechselgeld zu erhalten. Ich machte ihm klar, dass ich nur noch 20 EUR hätte oder ein paar Dollar. Er kannte dann auch den Wechselkurs zum Dollar und wollte nun 40 Dollar haben.

Gesagt, getan, dann eben 40 Dollar. Kaum hatte ich mein Gepäck eingecheckt stand dann auf einmal wieder der Taxifahrer vor mir und wedelte mit einem 10 Dollar-Schein, der an einer Stelle eine kleine Macke hatte und den sie ihm an der Wechselstube im Flughafen daher nicht in TL wechseln wollten. Der Schein sei nicht gut und ich solle ihm einen anderen geben. Nun hatte ich aber keine 10 Dollar-Scheine mehr und er wollte dann 10 EUR von mir und gab mir 5 TL zurück.

Am Gate hatte ich noch ein wenig Zeit und rechnete die gesamte Aktion mit allen Wechselkursen nach und stellte dann fest, dass wirklich alles absolut fair vonstatten gegangen war und ich nicht zuviel bezahlt hatte.

Die Moral von der Geschichte: beim nächsten Mal ganz genau vorher schauen, wo welcher Bus abfährt! 😉

Der Transport hat mir sehr viel Spaß gemacht, obwohl es teilweise sehr anstrengend war. Schön, dass ich jetzt auch eine Auslandsabholung zu meinen Erfahrungen zählen kann!

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