Tübingen – Kalkutta/Kolkata
Ich hatte die Ehre, den ersten Auftrag für Ontime nach Kolkata zu übernehmen. Kolkata ist riesig, laut, völlig überbevölkert, sehr arm – aber dennoch voller Leben und sehr spannend. Die extreme Armut ist schockierend, trotz mehrerer langer Aufenthalte in Asien habe ich noch nie so viel offensichtliche Armut gesehen, so große Verwahrlosung und so viel Chaos.
Transport
Nach der Abholung in Tübingen am Nachmittag ging es mit der Bahn über Stuttgart nach FRA. Um 21.30h dann mit Air India nach Delhi. Ankunft am nächsten Morgen gegen 8h. Hier zum International (!) Transfer, da die Immigration erst in Kolkata erfolgt. Hier finden umfangreiche Sicherheitskontrollen statt, dank der Dokumente des TC aber kein Problem, lediglich etwas zeitaufwendig. Nach einigen Stunden Warten dann der Anschlussflug nach Kolkata (2h). Der Airport dort ist zwar erst kürzlich auf Platz 3 der schlechtesten Flughäfen der Welt gewählt worden, meiner Meinung nach aber überraschend modern und effizient. Die Einreise erfolgte schnell und problemlos, auch der Zoll machte keinerlei Probleme. Am Ausgang vom Flufghafen wieder Sicherheitskontrollen, aber auch kein Problem. Der Fahrer des TC erwartete mich logischerweise bei den Domestic Arrivals. Zum TC ging es dann recht schnell, die Übergabe im supermodernen Tata Medical Center war problemlos. Der Fahrer des TC hat mich dann in ca. 15 Minuten zum Hotel gebracht. Von dort aus nach drei Nächten mit dem Taxi (mit Trinkgeld 300 INR) in ca. 20 Minuten zum Airport. Der Fahrservice vom Hotel ist um einiges teurer.
Hotel
Das Hotel (Swisshotel Kolkata) ist super. Schönes Zimmer, Pool, Gym… alles, was man nach dem langen Flug bzw. dem stressigen Sightseeing in Kolkata braucht. Allerdings ist dort auch alles recht teuer (Frühstück etwa 12 Euro!). Günstiger essen lässt sich in der direkt an das Hotel angegliederten Shopping-Mall, die über einen Foodcourt verfügt. Auch einkaufen lässt sich hier sehr gut, wenn auch nicht so günstig wie im Rest der Stadt. Das Hotel liegt in der Nähe des Flughafens, also nicht gerade zentral. Die Gegend rund um das Swisshotel selbst ist recht langweilig und öde, hier gibt’s außer dem Shopping Center nichts. Ins Stadtzentrum (New Market etc.) bringt euch ein Taxi für etwa 500 INR (Dauer je nach Verkehr: 30-60 Minuten). Etwas günstiger, aber kaum schneller, geht’s, wenn ihr ein Taxi bis zur U-Bahn-Station Dum Dum nehmt (25 Minuten, 300 INR), dort dann ins Stadtzentrum (6 INR). Abends erschien mit die Gegend rund um Dum Dum allerdings nicht sonderlich sicher. Die U-Bahn (Metro) selbst ist allerdings überraschend sauber, wenn auch freilich überfüllt.
Kolkata
Kolkata ist ein Moloch. Laut, dreckig, unglaublich arm, Mitte Oktober noch extrem heiß und schwül – aber dennoch sehr spannend. Hauptsehenswürdigkeiten sind das Victoria Memorial, die angrenzende Kirche St. Paul, der New Market zum Shoppen, die Park Street, der Platz BBD Bagh mit seiner Kolonial-Architektur, der Kali-Tempel Kaligath und das ‚Künstlerviertel‘ Kumartuli. Genug, um zwei ganze Tage in der Stadt zu verbringen. Vor allem die Gegend um Kaligath ist unbedingt sehenswert, auch wenn es dort natürlich nur so wimmelt von Bettlern und allerhand zwielichtiger Gestalten!
Fazit
Alles in allem ein sehr anstrengender Trip, dennoch hoch interessant und dank des tollen Hotels zumindest an den Abend auch entspannend. Der bislang unvergesslichste Transport für mich, im guten wie im schlechten.
