BERLIN – TEHERAN
Routing: München – Berlin – Istanbul – Teheran – Istanbul – München
Abholung im Hospital: Charité Berlin, Campus Virchow-Klinikum, Mittelallee 3
Auslieferung im Hospital : Mofid Children’s Hospital, Teheran
Hotel Teheran: Espinas Palace
Da ich kein Hotel über OOC gebucht bekommen und den Aufenthalt in Teheran um 2 Tage verlängert habe, hat mir ein Bekannter in Teheran geholfen ein Hotel zu buchen. Er hat mir dieses Hotel wärmstens empfohlen da es am Ortsrand auf einem Berg liegt und damit außerhalb des Smog-Bereiches ist. Außerdem hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Das Hotel kann man mit US$, Euro oder Rial bezahlen. Das Hotel ist ein Traum, das Personal überaus hilfsbereit und sehr freundlich. Eine Angestellte spricht sogar etwas deutsch. Das Frühstücksbuffet hat eine große Auswahl an landestypischen und internationalen Speisen. Allerdings benötigt man ein Taxi um in die Stadt zu kommen.
Abholung im CC:
Die Abholung in Berlin war diesmal außerordentlich pünktlich und sehr professionell und in 10 Minuten erledigt. Man kennt das auch anders.
Mit den Öffentlichen (siehe Bericht Berlin – Houston) ging es zum Flughafen BER. Achtung, wenn man ein City-Ticket der DB hat braucht man trotzdem noch einen Fahrschein für die Strecke in Tarifzone C. Man kann das Anschlussticket für 1,80 € mit der App des BVG oder, nach Aussage des Kontrolleurs, auch im Zug kaufen, ich würde mich aber darauf nicht verlassen. Der Checkin-Schalter von Turkish Airlines war noch geschlossen, ein Online-Boardingpass nicht möglich und am Flughafen gibt es für Turkish Airlines keinen Checkin-Automat. Das ist ärgerlich, weil man nicht durch die Sicherheitskontrolle kann und in den Abflugbereich kommt um die Lounge zu nutzen.
Der Flug nach Istanbul war sehr pünktlich und somit hatte ich genügend Zeit um an das Gate für den Weiterflug nach Teheran zu kommen. Allerdings habe ich dafür fast 30 Minuten gebraucht. Ankunft B17 – Weiterflug F16, also einmal durch den ganzen Flughafen.
Nach der Ankunft in Teheran um 06:00 Uhr in der Früh ging alles sehr schnell. Keine Wartezeit bei der Passkontrolle und keine Prüfung der Papiere. Wenn man da Richtung Ausgang mit der Rolltreppe nach unten fährt kommt man noch einmal an eine Sicherheitskontrolle wo das Gepäck durchleuchtet wird. Hier half das Schreiben in Farsi weiter und ich konnte mit der Box problemlos passieren.
Für die Fahrt vom Flughafen zum TC stand ich mit der Koordinatorin Narges Razaee über Whatsapp in Kontakt. Sie hat mir den Namen des Fahrers mitgeteilt und auch geschrieben wieviel ich dem Fahrer für die Fahrt zum Hospital und dann weiter zum Hotel in Euro geben soll (30€ + 10€). Der angekündigte Fahrer hat mich dann schon erwartet und mich sofort zum TC gebracht, Die Fahrt dauerte nur ca. 1 Stunde. Ich hatte Glück denn es war der erste Feiertag zum Ende des Ramadan und damit waren die Straßen in der Stadt relativ leer.
Nach der Ankunft am TC ein kurzer Anruf beim angegebenen Kontakt, der leider nicht vor Ort war. Aber es kam kurz darauf eine Beauftragte für die Übernahme des Produktes. Es war Frau Abbasi und sie spricht ein wenig deutsch. Kontrolle der Papiere, der Temperatur und der Aufkleber und nach 10 Minuten war ich schon unterwegs zum Hotel.
Hier noch ein paar Hinweise:
In den Taxis oder auch beim Fahrer gibt es keinen Beleg für die Zahlung. Man kann viele Dinge mit Euro oder US$ bezahlen. Es ist aber trotzdem ratsam lokale Währung zu haben. Bezahlen mit der Kreditkarte ist nicht möglich, da der Iran vom internationalen Zahlungsverkehr abgehängt ist. Geld tauschen kann man am Flughafen, im Hotel oder in Wechselstuben in der Stadt. Man kann auch auf der Straße tauschen was aber eigentlich verboten ist. Die Kurse sind sehr unterschiedlich abhängig wo man tauscht. Allerdings gibt es dafür auch nicht immer eine Quittung die man für die Abrechnung braucht. Hebt also eine Rechnung vom Restaurant auf die in Farsi ist.
Telefonieren und Internet. Es gibt am Flughafen die Möglichkeit sich eine Visitor SIM card zu kaufen, Info dazu unter irancell.ir/en/p/3755/visitor. Allerdings hatte ich für Geldwechsel und SIM-Karte Pech, denn es war 6 Uhr morgens und zudem ein Feiertag, also alles noch geschlossen. Geld hab ich im Hotel gewechselt und telefoniert und Datenvolumen über meine World Travel Flat genutzt.
Zum bezahlen sei noch angemerkt, dass es im Iran eine neue (Toman) und eine alte (Rial) Währung gibt. Preise werden in der Regel in Toman angegeben, bezahlt wird aber mit Rial da es keine Banknoten in Toman gibt. Die Umrechnung ist einfach, 10.000 Toman = 100.000 Rial = 2,30 €. Man hat also immer sehr viele Scheine bei sich.
Sightseeing:
Teheran bietet eine Menge an sehr unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten, mal historisch, mal total modern. Die Bevölkerung ist sehr aufgeschlossen, sehr freundlich, kommunikativ und auch sehr hilfsbereit. Viele verstehen ein wenig Englisch und sprechen es auch. Man wird als Deutscher erkannt und meistens mit Fußball und bekannten deutschen Spielern angesprochen. Wenn man dann auch noch den einzigen bekannten iranischen Spieler Ali Dei ins Gespräch bringt, hat man schon gewonnen.
Wenn man wie ich, ein paar Tage Zeit hat sollte man auf jeden Fall die Paläste besuchen, sie sind ziemlich eindrucksvoll und Zeugen der Geschichte des Irans bis hin zum letzten Schah.
Beispiele dafür sind die Paläste (Grüner Palast und Weißer Palast) in der Palastanlage Saadabad im Norden von Teheran oder der Golestan Palast im Zentrum. Tickets gibt es jeweils für die einzelnen Paläste und Museen und können kombiniert werden. Wenn man den Trubel mag, muss man zum Basaar. Er liegt auch im Zentrum von Teheran und bietet alles was man sich vorstellen kann in den verwinkelten Gassen auf manchmal drei Geschoßen nach oben oder unter der Erde. Allerdings sollte man jemanden dabei haben der sich auskennt und die Sprache spricht wenn man etwas kaufen will. Ein weiterer Besuchspunkt ist der Milat Tower und der Azadi Tower. Nicht verpassen sollte man die Tabiat-Brücke, die nachts besonders beleuchtet ist. Es ist eine reine Fußgängerbrücke mit Cafe’s und Restaurants. Auch drum herum gibt es jede Menge kleine Verkaufsstände wo aus den unterschiedlichen Regionen des Iran Leckereien angeboten werden. Ich musste natürlich überall probieren. Wenn man Richtung Westen fährt wird die Stadt immer weiter und moderner. Dort gibt es einen künstlich angelegten See, die größte Mall in Middle East (Iran Mall) und den Botanischen Garten. Die Mall ist absolut sehenswert und hat neben dem modernen auch einen historischen Teil. Nebenbei kann man auch noch ein wenig Schlittschuhlaufen.
Kleiderordnung: Für Männer gibt es eigentlich keinen dresscode. Frauen brauchen auf jeden Fall ein Kopftuch oder einen leichten Schal und eine Oberbekleidung die Arme und Beine bedeckt. Es wird nicht mehr ganz so streng darauf geachtet wird aber hin und wieder kontrolliert. Viele Iraner*innen sind sehr gut gekleidet und legen Wert auf gutes Aussehen.
Alles in Allem ein perfekter Transport mit tollen Eindrücken und neuen, positiven Erfahrungen.











Hallo Roland. Ich finde deinen Beitrag sehr interessant und hilfreich. Da ich in gut 14 Tagen meinen ersten Transport nach Teheran habe (und auch dort verlängere) würde ich dir gerne ein paar Fragen stellen. Ich habe keine Ahnung wie ich dich direkt kontaktieren kann (geht das hier?), und ob es für dich okay wäre mal zu telefonieren?
Oder so.
Anne-Kristin Sturm
0179 5097609
Anne-Kristin.Sturm@t-online.de